Zeckenstich – was jetzt zu tun ist und wann Sie uns aufsuchen sollten
2. Februar 2026
Redaktion & KIGermendorf liegt mitten in der Natur – Zecken gehören dazu. Was Sie sofort tun sollten, welche Symptome ernst zu nehmen sind und wann eine Impfung sinnvoll ist.
Aktualisiert am 22.10.2026
Beim Spaziergang, im Garten oder beim Spielen im Freien können wir mit Zecken in Kontakt kommen. In Brandenburg sind sie bei geeigneter Witterung inzwischen nahezu ganzjährig aktiv. Suchen Sie deshalb nach Aufenthalten in der Natur Haut und Kleidung ab und entfernen Sie eine entdeckte Zecke möglichst rasch.
Zecke entfernen – so richtig
Zecke so nah wie möglich an der Haut mit einer Pinzette oder Zeckenzange greifen – nicht drehen, nicht quetschen. Gerade herausziehen. Die Stelle desinfizieren. Datum und Körperstelle notieren. Auf keinen Fall Öl, Klebstoff oder ähnliches verwenden – das erhöht das Übertragungsrisiko.
Auf diese Symptome achten
Nach einem Zeckenstich: Wann ärztlichen Rat einholen?
Lassen Sie eine Hautrötung, die sich in den folgenden Tagen oder Wochen ausbreitet, zeitnah ärztlich beurteilen. Eine Wanderröte muss nicht ringförmig aussehen und kann ein Zeichen der Borreliose sein. Auch Fieber, neue Gelenkbeschwerden, ausgeprägte Kopf- oder Nervenschmerzen nach einem Zeckenstich sollten abgeklärt werden. Eine kleine Rötung unmittelbar nach dem Stich ist dagegen häufig eine örtliche Reaktion. Bei schweren Beschwerden, etwa Bewusstseinsstörungen oder neuen Lähmungen, rufen Sie 112.
FSME und Borreliose – zwei verschiedene Erkrankungen
Borreliose wird durch Bakterien verursacht und mit Antibiotika behandelt. Früh erkannt lässt sie sich häufig gut behandeln und Folgeschäden können vermieden werden. Auch spätere Formen, etwa mit Beteiligung von Nerven oder Gelenken, sind behandelbar; die Erholung kann dann länger dauern. Eine zugelassene Impfung steht derzeit nicht zur Verfügung. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion.
FSME wird durch Viren verursacht und kann unter anderem Gehirn und Hirnhäute entzünden. Eine Impfung kann schützen. In Brandenburg sind 2026 die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße sowie Frankfurt (Oder) als Risikogebiete ausgewiesen. Oberhavel gehört derzeit nicht dazu. Entscheidend sind aber auch Ihre Ausflugs- und Reiseziele. Die STIKO empfiehlt die Impfung bei möglichem Zeckenkontakt in Risikogebieten; wir prüfen Ihre persönliche Situation.
Hinweis
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Bei Unsicherheit nach einem Zeckenstich – suchen Sie lieber Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin auf. Lieber einmal zu viel gefragt als zu lange gewartet.
Zeckenstich gehabt, unsicher was jetzt? Kommen Sie in die Praxis Germendorf. Wir schauen uns die Einstichstelle an, besprechen Ihr persönliches Risiko und entscheiden gemeinsam, ob weitere Maßnahmen nötig sind.
Quellen und weiterführende Informationen (geprüft am 22.10.2026)
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