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Erhöhte Cholesterinwerte – was Ihre Ernährung wirklich bewirken kann
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Ernährung

Erhöhte Cholesterinwerte – was Ihre Ernährung wirklich bewirken kann

4. März 2026

Redaktion & KI

Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin – und nicht alles, was Sie gegessen haben, ist schuld. Wir erklären, was die Werte bedeuten und wie Ernährung gezielt helfen kann.

Aktualisiert am 22.10.2026


„Ihr Cholesterin ist zu hoch" – das hören wir öfter als uns lieb ist. Doch was bedeutet das eigentlich? Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, den unser Körper selbst produziert. Das Problem entsteht erst, wenn bestimmte Formen davon im Übermaß vorhanden sind.

LDL, HDL und Triglyzeride – die drei wichtigsten Werte

LDL-Cholesterin trägt zur Entstehung von Ablagerungen in den Gefäßwänden bei. Welcher Zielwert sinnvoll ist, hängt vom gesamten Herz-Kreislauf-Risiko ab. Europäische Leitlinien nennen je nach Risikokategorie unter 116 mg/dl bei niedrigem, unter 100 mg/dl bei moderatem, unter 70 mg/dl bei hohem und unter 55 mg/dl bei sehr hohem Risiko. Bei hohem und sehr hohem Risiko wird zusätzlich eine Senkung um mindestens 50 Prozent gegenüber dem Ausgangswert angestrebt. Die Zuordnung erfolgt ärztlich, nicht allein anhand eines Laborwertes.

HDL-Cholesterin ist an Transportvorgängen im Cholesterinstoffwechsel beteiligt. Die einfache Regel „je höher, desto besser“ gilt jedoch nicht: Sehr hohe Werte bedeuten nicht automatisch Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. HDL ist kein eigenständiger Zielwert, den wir durch Medikamente möglichst hoch treiben. Entscheidend sind vor allem LDL und Ihr Gesamtrisiko.

Triglyzeride sind weitere Blutfette. Erhöhungen können unter anderem mit Stoffwechselerkrankungen, Alkohol, Ernährung, bestimmten Medikamenten oder einer erblichen Veranlagung zusammenhängen. Nüchternwerte unter 150 mg/dl gelten als günstig. Einen pauschalen Zielwert „unter 100 mg/dl für alle Herzpatienten“ gibt es nicht. Ausgeprägt erhöhte Werte müssen ärztlich eingeordnet werden, auch wegen eines möglichen Risikos für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ob nüchtern kontrolliert und wie behandelt wird, entscheiden wir individuell.

Was Ernährung wirklich bewirkt

Eine angepasste Ernährung kann die Blutfette günstig beeinflussen. Wie stark das LDL sinkt, ist individuell unterschiedlich; Ernährung ersetzt bei hohem Risiko nicht automatisch eine notwendige medikamentöse Behandlung.

Bevorzugen Sie Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse. Ersetzen Sie einen Teil gesättigter Fette, etwa aus Butter, fettreicher Wurst und Käse, durch ungesättigte Fette, zum Beispiel aus Raps- oder Olivenöl. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hafer und Hülsenfrüchte sind hilfreich. Bei erhöhten Triglyzeriden sind insbesondere Alkohol, zuckerreiche Getränke und die gesamte Stoffwechselsituation zu besprechen.

Wann reicht Ernährung nicht aus?

Bei genetisch bedingtem erhöhtem Cholesterin (familiäre Hypercholesterinämie) oder in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes, Rauchen oder bestehenden Herzerkrankungen reicht die Ernährungsumstellung allein meist nicht. Dann kommen Statine oder andere Medikamente ins Spiel – kein Zeichen von falscher Ernährung oder Versagen, sondern sinnvolle Medizin.

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Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Cholesterinwerte sollten immer im Gesamtkontext Ihrer Gesundheit bewertet werden. Sprechen Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin an – wir schauen gemeinsam auf Ihr persönliches Risikoprofil.

Möchten Sie Ihre Cholesterinwerte kennen oder besprechen? Kommen Sie in die Praxis Germendorf – ein einfacher Bluttest genügt, und wir erklären Ihnen alles Schritt für Schritt.

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